Tibetischer Filmabend in der VHS Detmold

Die Detmolder Gruppe von Amnesty International zeigt zum Internationalen Tag der Menschenrechte einen Film zum Tibetkonflikt. Die Geschichte von PAWO (tibetisch: „Held“) basiert auf einer wahren Begebenheit. Der Dortmunder Regisseur und Autor Marvin Litwak wurde im Juni 2012 durch den SPIEGEL-Artikel „Die letzten 50 Meter“ auf den erschüt­ternden Fall des Tibeters Jamphel Yeshi aufmerksam. Kurz darauf flog Litwak für weitere Recherchen nach Indien. Dort lernte er den späteren Co-Regisseur Sonam Tseten, sowie Hauptdarsteller Shavo Dorjee ken­nen. 2014 begannen die Dreharbeiten. Das Team aus deutschen, indischen und tibetischen Crewmitgliedern verzichtete auf eine Gage, um das Budget niedrig zu halten. Zeit­weise wurde auf über 4500 Meter Höhe in Ladakh und im tibeti­schen Exil in Dharamsala und Delhi gedreht. Zusätzlich unterstützt wurde die Produktion von rund 200 Tibetern und Mönchen, die die Filmemacher einfach auf der Straße angesprochen haben.

Im Film dreht es sich um Pawo, der nach dem Tod seines Vaters beschließt, sich für den Erhalt der tibetanischen Kultur einzusetzen. Er wird verhaftet und durchlebt sechs Monate Haft und Folter in einem chinesischen Gefängnis. Von seiner Mut­ter freigekauft, muss er seine Familie und sein Land verlassen. Nach einem mehrwöchigen Fuß­marsch über das Himalaya-Gebirge landet er schließlich im Exil in Indien.

Freitag, 13. Dezember 2019, 19.00 Uhr, VHS Detmold, Krumme Straße 20. Eintritt frei