Menschenrechtspreis der US-Anwaltskammer für Nasrin Sotoudeh

Die iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh

Die iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh (c) privat

Die US-amerikanische Anwaltskammer zeichnet 2020 die inhaftierte iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh mit ihrem Eleanor-Roosevelt-Preis für Menschenrechte aus. Die American Bar Association würdigt in ihrer Erklärung Sotoudeh für ihren „mutigen Einsatz“ zur Wahrung der Menschenrechte im Iran.

Nasrin Sotoudeh erhielt im Jahr 2020 bereits den Menschenrechtspreis des Deutschen Richterbundes und den alternativen Friedensnobelpreis (Right Livelihood Award).

Die Detmolder Amnesty-Gruppe hat in den vergangenen Jahren mehrfach Aktionen zugunsten von Nasrin Sotoudeh veranstaltet.

Nasrin Sotoudeh wurde in zwei unfairen Gerichtsverfahren 2016 und 2018 zu insgesamt 38 Jahren und sechs Monaten Haft sowie zu 148 Stockhieben verurteilt. Die Grundlage der Verurteilung war ihre friedliche Menschenrechtsarbeit, darunter der Widerstand gegen die missbräuchlichen, erniedrigenden und diskriminierenden Verschleierungsgesetze und die Todesstrafe im Iran. Krankheitsbedingt war sie 2020 kurzzeitig im Hafturlaub, befindet sich aber inzwischen wieder im Gefängnis.

  • Der hochgelobte Dokumentarfilm „NASRIN“ von Jeff Kaufman (2020) porträtiert Nasrin Sotoudeh und die iranische Frauenrechtsbewegung.
13. Januar 2021