Offside

Filmplakat_Offside

Filmplakat_Offside

Am 28. September 2015 zeigte Amnesty International im Selbstlernzentrum des Kreishauses Detmold (Felix-Fechenbach-Straße 5) den Film „Offside“ von Jafar Panahi.

Filmabend im Kreishaus

Im Rahmen der Aktion Das Mobile Lernlabor „Mensch, Du hast Recht(e)!“ informierte die Detmolder Amnestygruppe über die Menschenrechtssituation im Iran. Zu diesem Anlass wurde auch der Film des bekannten iranischen Regisseurs Jafar Panahi gezeigt.

Der Film

Im Iran ist es Frauen und Mädchen verboten, einem Fußballspiel beizuwohnen. Der Film spielt am Rande des entscheidenden Qualifikationsspiels der iranischen Fußballnationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Einige Frauen und Mädchen verkleiden sich als Jungen, um doch ins Stadion zu gelangen. Sie werden entdeckt und verhaftet. Soldaten, die ihren Armeedienst ableisten, bewachen sie am Rande des Stadions. Zwischen den beteiligten Frauen und Männern entwickeln sich Gespräche, in denen Aspekte der iranischen Gesellschaft beleuchtet werden.

Jafar Panahi

Jafar Panahi (55) ist ein iranischer Filmregisseur. In seinen Filmen setzt er sich immer wieder kritisch mit Politik und Gesellschaft in der Islamischen Republik auseinander. 2010 wurde Panahi zu einer Haftstrafe und einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt. Der größte Erfolg war für ihn der Gewinn des Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2000 mit dem Film Der Kreis. Der Film wurde jedoch vom iranischen Regime verboten und nicht im Iran gezeigt. 2003 erhielt Crimson Gold den Hauptpreis auf der Semana Internacional de Cine de Valladolid. Sein Film Offside erlebte auf der Berlinale 2006 am 17. Februar 2006 seine Welturaufführung und gewann einen Tag später einen Silbernen Bären.

In Taxi Teheran, dem neuen Film von Panahi, spielt er selbst einen Taxifahrer, der verschiedene Fahrgäste durch die Straßen Teherans fährt. Die Kamera ist unauffällig am Armaturenbrett des Autos befestigt und wird in einzelnen Szenen sichtlich von Panahi geschwenkt. Taxi Teheran war im Wettbewerb der 65. Berlinale vertreten und gewann dort den Goldenen Bären. Panahi ließ den Film nach Berlin schmuggeln. [Quelle: Wikipedia]

21. Juli 2019