1. Mai: Petitionen zugunsten verfolgter Gewerkschafter

1. Mai 2019: Marktplatz Detmold

An jedem 1. Mai beteiligt sich die Detmolder Amnestygruppe mit einem Stand an der Mai-Kundgebung des DGB auf dem Detmolder Marktplatz.

Traditionell sammeln wir an diesem Tag Unterschriften für Gewerkschafter, die allein aufgrund ihrer gewerkschaftlichen Tätigkeit staatlicher Repression ausgesetzt sind.

Erster Mai 2015

Traditionell sind es Fälle von Gewerkschaftern, die die Detmolder Amnesty-Gruppe anlässlich ihres Standes am 1. Mai auf dem Detmolder Marktplatz in den Mittelpunkt stellt. Wie Stefan Gran vom DGB Verbindungsbüro Brüssel in seiner Mairede 2015 sagte, ist die Freiheit gewerkschaftlicher Betätigung, die wir in Deutschland als selbstverständlich empfinden, nicht in allen Teilen der Welt gegeben.

Petition für iranischen Gewerkschafter

Am Stand konnte eine Petition für Behnam Ebrahimzadeh unterzeichnet werden. Der iranische Gewerkschafter wurde bereits mehrfach in Verfahren wegen seiner Gewerkschaftsarbeit verurteilt. Zuletzt wurde er im Januar 2015 zu 9 1/2 Jahren Haft wegen „Propaganda gegen das System“ verurteilt. Amnesty International betrachtet den Kollegen Ebrahimzadeh als gewaltlosen Gefangenen und fordert seine sofortige Freilassung. Als Folge der erlittenen Folterungen bedarf er sofortiger angemessener medizinischer Behandlung.

Arbeiterrechte in Katar

Auch in deutschen Medien ist über die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in Katar beim Bau der Sportstätten für die Fußballweltmeisterschaft 2022 berichtet worden. Mit einer Postkarten-Aktion drängt Amnesty International darauf, dass in Katar die bestehenden Arbeiterrechte, z.B. durch verstärkte Inspektionen auf den Baustellen, konsequent umgesetzt werden. Die Regierungsstellen werden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Arbeitgeber die Pässe der Arbeitsmigranten nicht einbehalten. Weiterhin fordert Amnesty International, das Sponsorengesetz umfassend zu reformieren, insbesondere das Erfordernis der Ausreisegenehmigung durch den Arbeitgeber abzuschaffen.